Festo bringt Bionik nach Vorarlberg

Lotus_Effekt
Experimente bei Getzner: „Da perlt ja alles ab“ – der Lotusblüteneffekt, wie er auch bei den Stoffen von Getzner Textil zum Einsatz kommt, kann auf einem Kohlrabi-Blatt ausprobiert werden. Bild: FESTO

24.11.2015

Der Spezialist für Automatisierung und Aus- und Weiterbildung in der Technik – Festo – sorgt mit bionischen Experimentierboxen für Staunen bei Vorarlberger Kindern. Das Gemeinschaftsprojekt von Vorarlberger Unternehmen will junge Menschen an Technik heranführen.

Der Spezialist für Automatisierung und Aus- und Weiterbildung in der Technik – Festo – sorgt mit bionischen Experimentierboxen für Staunen bei Vorarlberger Kindern. Das Gemeinschaftsprojekt von Vorarlberger Unternehmen will junge Menschen an Technik heranführen. 


Woher kommt der Klettverschluss? Warum wachsen die Wurzeln des Baums zur Seite? Was kann man von der Fischflosse lernen? Das sind zentrale Fragen, die Vorarlberger Kinder direkt zur Bionik führen – einer Wissenschaft, die sich die Natur als Vorbild nimmt und aus ihr ungewöhnliche Lösungen für Herausforderungen in der Technik ableitet.

Lehrlinge experimentieren mit Kindern
Drei Bionic-Boxen von Festo Didactic im Wert von je 850 Euro wurden Mitte November 2015 an Vorarlberger Unternehmen übergeben. Die Firmen haben es sich zum Ziel gesetzt, 8 bis 12-Jährige mit praktischen Experimenten auf Technik neugierig zu machen. Durchgeführt werden die spannenden Versuche gemeinsam Lehrlingen, die die Kids bei der Arbeit mit den Bionic-Boxen unterstützen. Mit an Bord sind die namhaften Vorarlberger Unternehmen Blum, Doppelmayr, Getzner Textil, Grass, Hilti (
Thüringen) und Meusburger (Wolfurt). Das Projekt „Bionic Potentials“ wird vor Ort vom Festo Bildungspartner „get up!“ betreut. Das Ausbildungsunternehmen fungiert als Drehscheibe für die Lehrlingsausbildung in Vorarlberg.

Schon frühzeitig beginnen

Die Erlebnisse der Kids bei den eigenen Experimenten bleiben in Erinnerung und sie animieren nachzufragen, sich für Physik und Technik auch zu Hause zu interessieren. Dipl.-Ing. Rainer Ostermann, der Country Manager von Festo Österreich unterstreicht: „Es reicht nicht, sich einfach nur über den Mangel an Technikerinnen und Technikern zu beklagen. Proaktiver Einsatz ist gefragt – auch von Seiten der Industrie. Mit Projekten wie diesem machen wir den Nachwuchs schon frühzeitig neugierig auf Technik und wir nehmen die Scheu davor – bei Burschen und bei Mädchen.“

Bionik für die Fertigung der Zukunft
Auch die Forschung des Automatisierungsspezialisten Festo nimmt sich immer wieder die Natur als Vorbild. Ungewöhnliche Ergebnisse aus der Entwicklungstätigkeit des Festo Bionic Learning Networks, an dem auch Schulen, Universitäten und andere Partner beteiligt sind, kann man unter www.festo.at/bionic bestaunen. Vom Robotervogel über künstliche Fische und Quallen bis zu selbstständig aber vernetzt agierenden Ameisen wurden bereits viele ungewöhnliche bionische Objekte präsentiert, die deutliche Impulse für Industrie 4.0, also die Fertigung der Zukunft, liefern.    

www.festo.at